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Der Limes

Der Limesabschnitt in der Gemarkung Kröftel – von den Einwohnern im Ort bis heute als „Grenzweg“ bezeichnet – ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sich spätere Grenzziehungen über Jahrhunderte hinweg am nun fast 2000 Jahre alten römisch-germanischen Limes orientierten. In nachrömischer Zeit ab ca. 260 n. Chr. verlief hier die Gaugrenze zwischen den germanischen Stämmen der Chatten im Norden und der Mattiaker im Süden.

 

Verlauf des Limes 

 

In vorreformatorischer Zeit grenzte dieser ehemalige Limesabschnitt die Einflussbereiche der Erzbistümer Mainz und Trier voneinander ab. Die unter Denkmalschutz stehenden Grenzsteine mit dem Nassauischen Löwen auf der einen und dem Mainzer Rad auf der anderen Seite – in einer späteren Ausführung auch schlicht mit N.I. für Nassau Idstein und CM für Curfürstentum Mainz gekennzeichnet – markierten nach der Reformation im 16. Jhd. Den Grenzverlauf zwischen dem Herrschaftsbereich des Erzbistums Mainz und der protestantischen Grafschaft Nassau-Idstein und stellten somit auch lange die konfessionelle Religionsgrenze dar.

 

Grenzstein mit dem Nassauischen Löwen 

 

Grenzstein mit dem Mainzer Rad 

 

Noch heute ist diese den einstigen Limesverlauf nachzeichnende alte Gemarkungsgrenze zwischen Kröftel und Schloßborn eine Demarkationslinie zwischen der Stadt Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis und der Gemeinde Glashütten im Hochtaunuskreis und damit zugleich auch die Kreisgrenze.

 

Limesverlauf in Kröftel 

 

Kastell Maisel westlich des Kröfteler Weges